2001 geboren, studierte sie Musikwissenschaft in Wien. Da das Festhalten flüchtiger Gedanken für sie so lebensnotwendig ist wie Atmen, verfasst sie seit frühester Kindheit Geschichten und wandert dabei durch Stile und Genres – von Lyrik über Kurzprosa bis hin zu Romanen. Ihre Arbeiten erschienen in Literaturzeitschriften und Lyrikbänden. Im akademischen Bereich publiziert sie musikwissenschaftliche Artikel, Lexikonbeiträge für das Österreichische Musiklexikon online sowie Programmhefte, und war Mitgründerin des studentischen Musikwissenschaftsmagazins StiMME. Von allen Kunstsparten fasziniert, ist sie auch auf oder hinter der Bühne tätig, ob als Regieassistentin oder Sängerin. Das Theaterkind in ihr ist geblieben; es sitzt in ihren Texten wie ein heimlicher Souffleur, der sie daran erinnert, dass Pathos manchmal erlaubt ist. Ihr besonderes Interesse gilt Stimmen, die in Gefahr geraten, vergessen oder überhört zu werden: den Sängerinnen des Biedermeier, den Autorinnen des Fin de Siècle, aber auch Menschen, die mit postviralen Erkrankungen leben. Die Verquickung von Klang, Sprache und Erinnerung bildet den Kern ihres Schreibens. Neben Literatur widmet sie sich dem Klavier und der Harfe, der Malerei, liebt alte Sprachen und zitiert Seneca oft lauter als bequem. Sie arbeitet an der Schnittstelle von Kunst, Kulturgeschichte und gelebter Erfahrung – eine Spannweite, die sie als Autorin ebenso prägt wie als Forscherin. Mit Austrian Studies studiert sie ein Fach, das sich traditionell selbst hinterfragt; auch irgendwie stimmig.